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„Landshuter Wochen der seelischen Gesundheit“ 2010

Aktionstag in der Landshuter Altstadt

Samstag, 15. Mai 2010 von 11:00 bis 15:00 Uhr 

Im Rahmen der „Landshuter Wochen der seelischen Gesundheit“ stellen sich die Selbsthilfe-Kontaktstelle der Diakonie Landshut sowie die verschiedenen Selbsthilfegruppen vor.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle sowie zahlreiche Selbsthilfegruppen und ihre Vertreter präsentieren sich mit Infotischen und Aktionen und stehen für Information und Beratung zur Verfügung.

 

Vertreten waren in der Altstadt:

  • die Selbsthilfe-Kontaktstelle Landshut, Kornelia Thomanek
  • Zahlreiche Selbsthilfegruppen u.a. Depressionen, Borderline, Angst und Panik, Angsthasen, Angehörige psychisch Kranker, Angehörige nach Suizid, Messie, Anonyme Alkoholiker, AL-Anon
  • des weiteren u.a.: Sarkoidose; Prostata;  Dialysepatienten, Nierenkranke und Angehörige; Epilepsie; Schlafapnoe; Mukoviszidose; Menschen in Trennung und Scheidung; Alleinerziehende 
  • Kinder-Selbsthilfegruppen in Landshut und Umgebung

 

 

„Selbsthilfe und seelische Gesundheit“ – 
Wie tragen Selbsthilfegruppen zur seelischen Gesundheit bei

 
Freitag, 21. Mai 2010, 19:30 Uhr, Salzstadel, Landshut
Der Eintritt ist frei

 

Referent:
Jürgen Matzat, Dipl.-Psychologe

Universitätsklinikum Gießen und Marburg


Am Freitag, 21. Mai 2010 wird Jürgen Matztat im Rahmen der „Landshuter Wochen der seelischen Gesundheit“ einen Vortrag halten zu „Selbsthilfe und seelische Gesundheit  – Wie tragen Selbsthilfegruppen zur seelischen Gesundheit bei“.

Jürgen Matzat ist Diplom-Psychologe am Universitätsklinikum Gießen und Marburg,  langjähriger Leiter der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Gießen und  Autor zahlreicher Veröffentlichungen zur Selbsthilfe.

Selbsthilfe stellt eine ganz spezifische Form von bürgerschaftlichem Engagement dar. Sie geht von eigener Betroffenheit (oder der von nahestehenden Angehörigen), von persönlichem Leiden, von einer tiefgreifend veränderten Lebenssituation aus. Selbsthilfe trägt in hohem Maße zur Bewältigung von Krisen bei.

In Selbsthilfegruppen engagieren sich hochmotivierte Menschen, die trotz und wegen ihrer chronischen Erkrankung, Behinderung bzw. psychosozialen Probleme bereit und in der Lage sind, ihr Erfahrungswissen und ihre „Betroffenen-Kompetenz“ einzubringen.
In einer Selbsthilfegruppe ist jeder in unterschiedlichem Maß Hilfebedürftiger und Helfer zugleich. Die Menschen erleben hier, wie die eigene Kompetenz wächst,  das Selbstbewusstsein steigt und wie sich der Umgang mit der eigenen Krankheit, den psychischen bzw. sozialen Problemen verändert.

„Sich selbst zusammen mit anderen in ähnlicher Lage zu helfen, ist eine bedeutsame Ressource zur Bewältigung von Krankheit, Behinderung und psychosozialen Problemen.“

Jürgen Matzat zeigt in seinem Vortrag auf, wie Selbsthilfe zur seelischen Gesundheit des Menschen beitragen und diese unterstützen kann.

 

„Übergeschnappt“ 
Film von Martin Koolhoven, NL 2005
Tragikomödie für die ganze Familie (ab 8 Jahren)

Mittwoch, 9. Juni 2010,  19:00 Uhr, Kinoptikum, Nahensteig 189, Landshut 

 

Thema: Kinder psychisch kranker Eltern 


Am Mittwoch, 9. Juni 2010 wird im Rahmen der „Landshuter Wochen der seelischen Gesundheit“ die Tragikomödie „Übergeschnappt“ gezeigt, die das Leben der neunjährigen Bonnie mit ihrer psychisch kranken Mutter aufgreift.
Mit anschließender Podiumsdiskussion.

Was macht man, wenn man eine Mutter hat, die viel verrücktere Ideen hat als man selbst? Die einen im Pyjama von der Schule abholt, fünf Eisbecher auf einmal bestellt und glaubt, dass man Elefanten einfach so im Garten halten kann?

Der niederländische Regisseur Martin Koolhoven greift in dieser wunderbaren Tragikomödie auf heitere und unkonventionelle Weise ein schwieriges Thema auf: Wie leben Kinder mit Eltern, die psychisch krank sind?


Anschließend diskutieren am Podium: 
Emmeram Wolf-Ehresmann, Erziehungsberatung und Birgit Feuerecker, SPDI, Diakonie sowie Roswitha Keil, Stadtjugendamt

Welche Probleme und Schwierigkeiten ergeben sich in einer Familie, in der ein Elternteil an einer psychischen Erkrankung leidet? Wie gehen Kinder damit um, wie kommen sie damit zurecht?

Welche Möglichkeiten der ambulanten Therapie sind vorhanden, welche Hilfsangebote gibt es durch Beratung und Betreuung? Wie sehen die Erfahrungen in der Praxis aus?